Ich hab' so ziemlich mein ganzes Leben an das Schicksal geglaubt. Einfach ausgedrückt als einen Weg, der einem vorbestimmt ist, ob nun im Guten oder Bösen.
Aber im Endeffekt war das für mich nur eine Möglichkeit sich auf die faule Haut zu legen. Frei nach dem Motto: Wozu sich den Arsch aufreissen - Ist doch eh schon alles vorbestimmt. Nicht ganz so krass aber in etwa schon.
Ist man erstmal dahintergekommen, dass das vielleicht doch nicht der richtige Weg ist und hat den einen oder anderen glücklichen Moment erlebt, in dem man wirklich tief in sich hinein geschaut hat (und das passiert jedenfalls mir nicht allzu häufig - leider).
Dann stellt man sich zwangsläufig die Frage: Was will ich eigentlich und was erwarte ich vom Leben ?
Ich will glücklich sein ! Klar. Ich will gesund sein ! Auch klar. Will ich eine Familie und gemeinsam das Glück erleben ? Hmm, da gehts schon los. Ist das das Ziel ? - Ich weiss es nicht.
Eigentlich will ich "nur" zufreiden sein. Ja Zufriedenheit, danach möcht ich streben. Und ist der Weg auch noch so steinig.
Der Sinn des Lebens ? Keine Ahnung. Noch nicht. Aber ich hoffe wenn ich mal alt und schrumpelig bin, dass ich dann über die Weisheit verfüge meinen ganz persönlichen Sinn des Leben zu erklären.
Und genau diese Weisheit zu erlangen ist ein spannender, öfters auch schöner und vorallem harter Weg, von dem ich keinen Meter verpassen möchte.
Ich glaube Theodor Fontane hat mal was nettes geschrieben, was ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. (Die meisten kennen es bestimmt):
Gib mir die Gelassenheit
Dinge hinzunehmen
die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut
Dinge zu ändern
die ich ändern kann.
Und gib mir die Weisheit
das Eine vom Anderen zu unterscheiden.
Eigentlich würde mir diese Weisheit schon reichen. Bescheiden, wie ich nun mal bin