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Sonntag, 26. Januar 2003, 22:41

Die Geschichte des *Knack*

Die nachfolgende Geschichte entspricht der Wahrheit. Menschen mit seichtem Gemüt sollten sie eventuell nicht lesen.

Donnerstag Abend, ca 21:15 Uhr, Hamburg.
Es ist kalt und dunkel draußen. Leichter Nieselregen bedeckt die bereits feuchten Asphalt. Mit leisen Schritten zogen zwei Gestalten ruhigen Schrittes durch die mit geisterhafter Stimmung durchzogenen Gegend. Es war der kleine Nemesis mit seinem guten Vertrautem, seinem Hund Zeus. Während Nemesis gemütlich den fallenden Regentropfen hinterher guckt, schnüffelt, ja gründelt das kleine Monsterchen geradezu genüsslich zwischen dem Laub. Trotz seiner 80 Kg Körpergewicht, gepackt in eine Schulterhöhe von guten 80 Zentimetern (notwendige Erklärung für den Verlauf der Geschichte!), bewegt er sich grazil und elegant. Plötzlich bleibt er stehen, erhebt sein Beinchen und markiert pieselnderweise die eben beschnüffelte Stelle.

Plötzlich aber, gleich dem Urknall des Universums, wurde die trügerische Ruhe durch eine rasche Bewegung gestört. Herrchen und Hund starrten gebannt in die selbe Richtung, aus der das Geräusch erklang. Ein langer, dunkler Fußweg lag vor ihnen. Nichts war zu sehen ...
Nemesis krallte seine Hände fester an die Leine des Hundes, der immer nervöser werdend die Läffzen anhob und leise zu knurren begann. Ein kleiner Sabberfaden machte sich auf den Weg zum Boden ...

Plötzlich sahen beide Beteiligte das Unheil auf sich zukommen: Ein Hund der Rasse „Boxer“ war im vollen Lauf auf dem Weg. Nemesis erschrak erst ein wenig und wusste nicht wie ihm geschah. Was sollte er tun? Ein Ausweg war nicht mehr zu finden, dafür war er zu dicht an den beiden dran. Also blieb er tapfer stehen, nahm seinen Hund kürzer an die Leine und harrte der Dinge. Zeus, inzwischen mit aufgestellten Haaren auf dem Rücken, blickte finster drein und trat auf der Stelle. Sein Atem presste sich aus der Nase. Man konnte wirklich glauben der Nemesis hätte einen Stier an der Leine.
Der Hund kam immer näher und schon bald war er nur wenige Zentimeter entfernt. Mit lautem Gebell und grellen Zähnen sprang er auf Zeus zu. Er versuchte offensichtlich an den Hals zu gelangen. Nemesis war für Sekundenbruchteile besorgt, doch es legte sich rasch ... sehr rasch. Denn, man siehe obige Beschreibung: Zeus ist groß – ein Boxer klein. Ein strategisches Detail, welches der Boxer offensichtlich missachtete.
Die Dinge nahmen ihren Lauf und blitzschnell beugte Zeus seinen Kopf herunter und umklammerte mit seinem Gebiss den Schädel des Boxers. Das ganze geschah unglaublich schnell. Bereits eine Sekunde später durchtrieb ein lautes, knackendes Geräusch die mit Kampfesgeräusch erfüllte Stimmung. Kurz darauf schien die Welt still zu stehen. Kein Blatt fiel vom Himmel, kein Geräusch ertönte mehr. Auch die beiden Kontrahenten verharrten in der gegebenen Situation. Stillstand ... der Satz „perssesing of time“ durchtrieb mein Hirn ...
Auf einem mal kippte der Boxer zu Boden. Mein Hund stand still und schaute herab, sein Mund voller Sabber. Nemesis war verwirrt und wusste nicht wie ihm geschah. Er zog seinen Hund beiseite und beugte sich herab. Der Schädel des Boxer war etwas deformiert und sah nicht gut aus. Der Boxer lag nach wie vor bewegungslos auf dem Boden, nicht rührte sich. Nemesis erhob seinen Kopf. Er war schwer und leblos. Er war tot ...

Nach Minuten des Wartens kam das Herrchen des dahingeschiedenen Hundes angelaufen und tobte wie ein Rohrspatz. Beleidigungen schlugen mir an den Kopf und mischten sich in die offensichtliche Gleichgültigkeit, die Nemesis erschrecken ließ. Wutendbrand begutachtete er seinen Hund, während er noch immer Schimpfte. Nemesis klärte ihn über die rechtliche Lage auf, dass Zeus gesetzeskonform an der Leine geführt wurde, während der Boxer, dessen Name ich nie erfuhr, offensichtlich ganz allein unterwegs war.
Nach kurzem Lamentieren folgte dann endlich die Einsicht. Wir tauschten pro Forma die Adressen aus. Nemesis machte sich keine Sorge über eventuelle Konsequenzen, da der Boxer bereits des öfteren ohne Leine andere Hunde anfiel. Während Nemesis und das feindliche Herrchen sich verabschiedeten, war Zeus bereits wieder seelenruhig am Gründeln. Seine Nackenhaare waren wieder geglättet und seine Läffzen wieder gesenkt. So schritten die beiden von Dannen ....

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Montag, 27. Januar 2003, 00:38

naja ich hoffe das das ganze nicht eine üble wendung für dich nimmt hoffe ich wirklich , da ich ja auch nen dackel habe und weiss das er wohl auch dein treuer gefährte ist. Hast du nicht die befürchtung das ihr euch vor gericht wieder seht und es evtl dazu kommen könnte das sie deinen hund einschläfern wollen? ok iss ein bissl schwarz gesehn da du ihn ja an der leine hattest aber wer weiss
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fuck USA
Jäger & Sammler >>> Langschläfer & Gammler:rasta: :schlaf:

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Montag, 27. Januar 2003, 01:19

Absolut nein.
Mein Hund war angleint, was den hamburger Vorschriften entspricht. Seiner kam wild wütend auf mich zu. Mein Hund hat sich also nur gewehrt und aufgrund der geringen Dauer des Gefechts hätte ich gar nichts machen können. Außerdem ist es mir lieber wenn mein Hund den anderen alle macht, als wenn der mir in die Nüsse beißt.

und nebenbei: Mein Hund ist kein Kampfhund!