Die Indienststellung dieses sowjetischen Kampfhubschraubers traf die NATO wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Am Anfang der 70er Jahre besaß das Atlantische Bündnis einen klaren Vorteil bei Hubschraubern. Die Einführung des MIL Mi-24 (Codename HIND) durch die Rote Armee versetzte die Stabschefs der westlichen Welt in Panik...
Eigentlich wurde der Mi-24 als gepanzerter Truppentransporter entwickelt, der sich selbst verteidigen konnte. Die MIL-Konstrukteure änderten diese Pläne und machten ihn zu einem echten fliegenden Panzer. Der Hind hat eine gepanzerte Kabine und zwei Flügel mit Lastträgern.
(Der Prototyp startete 1970 , und die ersten serienmäßigen Hubschrauber mit "SWATTER"-Panzerabwehrraketen wurden 1973 für die Gruppe der sowjetischen Streikräfte in Deutschland geliefert.)
Technische Daten:
Hauptrotordurchmesser: 17,30 m
Länge: 19,79 m
Hähe: 6,50 m
Triebwerke: 2 Klimow Wellenturbinen TV-3-117 (je 2200 PS)
Leergewicht: 8400 kg
Kampfgewicht: 12.500 kg
Höchstgeschwindigkeit: 310 km/h
Dauergeschwindigkeit: 260 km/h
Reichweite: 750 km mit Reservetank
Bewaffnung: ( Standardbewaffnung kann je nach Ausführung variieren, aber die Tragflächen des Mi-24 ermöglichen den Anbau verschiedener Raketentypen, z.Bsp. Panzerabwehrraketen, Luft-Luft-Raketen... )
Bewaffnung :
1x vierläufige JakB-12,7-mm-Kanone in einem beweglichen Kanonenkinnturm;
bis zu 2400 kg an den Außenlastträgern :
vier Raketenbehälter UB-32 für 32 ungelenkte 57-mm-Luft-Boden-Raketen S-5 oder bis zu 1500 kg Bomben / Clusterbomben / Napalmbehälter / oder Minen (!!!), vier Panzerabwehrraketen 9M17P
wichtige Versionen:
Mi-24 "Hind"
erste Serienversion von 1972;
Mi-24 "Hind-A"
zweite Serienversion mit Heckrotor auf der linken Seite; in erster Linie bewaffneter Transporthubschrauber
Mi-24 "Hind-B"
erste Serienversion mit Heckrotor steuerbords und Stummelflächen mit vier Aufhägungen; lediglich für Tests verwendet
Mi-24 "Hind-C"
reine Ausbildungsversion; Abart der "Hind-A", aber ohne MG und Waffenträger
Mi-24D "Hind-D"
Schlachthubschrauberversion mit neuem Cockpithaubendesign
Mi-24V "Hind-E"
verbesserte Mi-24D-Version mit AT-6-Raketen und AA-8-Luft-Luft-Raketen
Mi-24P "Hind-F" P = 'Puschka' (Kanone);
Version mit zweirohriger GSh-30-Kanone steuerbord
Mi-24R "Hind-G1"
ausgestattet mit Klauen an den Flächenenden; wird zur ABC-Abwehr eingesetzt
Mi-24K "Hind-G2"
ähnlich wie Mi-24R, aber mit Kamera in der Kabine
Mi-25 "Hind-D"
Exportversion der Mi-24D
Mi-35 "Hind-E
Exportversion der Mi-24V
Mi-35P "Hind-F"
Exportversion der Mi-24P